Wird Digital Signage spät im Projekt ausgeschrieben, bedeutet das meist aufputzmontierte Bildschirme, sichtbare Kabel und einen hinter einem Paneel festgeklebten Media-Player. Signage früh in den Entwurf zu holen - zusammen mit Beleuchtung und AV - ergibt ein sauberes Ergebnis. Dieser Leitfaden zeigt, was Architekten entscheiden müssen.
Displaytyp und Klassifizierung
Kommerzielle Signage-Displays sind für Dauerbetrieb gebaut und entsprechend klassifiziert - typischerweise 16/7 oder 24/7. Consumer-Fernseher nicht. Die Helligkeit ist entscheidend: 350-500 Nit für Innenräume, 700+ Nit für Schaufenster mit Tageslicht, 2.500+ Nit für echten Außenbereich. Schreiben Sie die Klassifizierung aus, nicht nur die Größe.
Hochformat, Querformat und gestapelt
Legen Sie die Ausrichtung früh fest - sie ändert die Wandöffnung, die Halterung und die Strom-/Datenposition. Hochformat passt zu Leit- und Eingangsbereichen; gestapelte Paare zu langen Menü-Boards. Bei SignOS wird der Inhalt per Software gedreht (0/90/180/270), sodass ein einziger Montageansatz jede Ausrichtung abdeckt.
Montage, Einbaunische und Servicezugang
Ein eingelassenes Display schließt bündig mit der Wand ab, braucht aber eine tiefere Rückwandbox, Belüftung und eine Möglichkeit, den Bildschirm zu warten, ohne die Oberfläche zu zerstören. Sehen Sie eine klapp- oder ausziehbare Halterung und einen Wartungsspalt vor. Prüfen Sie, dass der Befestigungsuntergrund das Gewicht von Display und Halterung trägt.
Strom und Daten
Setzen Sie eine geschaltete Steckdose und einen Netzwerkanschluss direkt hinter jede Bildschirmposition. Kabelgebundenes Ethernet ist für Signage zuverlässiger als WLAN und den Leerrohrweg wert. Sind die Bildschirme an einem automatisierten Beleuchtungs-/GLT-Zeitplan, stimmen Sie die Stromzeiten mit dem Inhaltszeitplan ab.
Videowände
Für eine Videowand schreiben Sie schmalrahmige kommerzielle Displays und ein echtes Videowand-Montagesystem mit Feinjustierung aus. Sehen Sie strukturelle Hinterlegung, Servicezugang von vorn oder hinten und Wärmeableitung vor. Der Videowand-Leitfaden erklärt, wie der Inhalt aufgeteilt und synchronisiert wird.
Warum die Softwarewahl den Rohbau beeinflusst
Eine Plattform, die pro Bildschirm eine separate Media-Player-Box braucht, fügt an jeder Position ein Gerät hinzu, das verborgen, mit Strom versorgt und belüftet werden muss. SignOS läuft als App auf dem Prozessor des Displays selbst (Samsung Tizen, LG webOS, Android, Amazon Signage), sodass in den meisten Fällen gar keine Player-Box in der Wand steckt - nur der Bildschirm, Strom und Daten. Das vereinfacht das Detail und entfernt einen künftigen Ausfallpunkt.
Zu den im Innenausbau am häufigsten genutzten Bildschirmfamilien siehe unsere Hinweise zu Samsung QMC / QBR und zur LG UL3 Serie.